erzählt, dass eines sonntags morgens, auf dem Berg, der Havescheidt genannt wurde, ein Hirte seine Schafe hütete. Der Hirte schlief ein. In einem Traum erschien ihm die Muttergottes und sagte ihm, er solle dafür sorgen, dass auf diesem Berg eine Kirche zu ihrer Ehre errichtet werde.

Der Hirte erwachte aus diesem Traum und hörte den Gesang eines Vogels. Er folgte diesem Gesang und gelangte zu einem Holunderbusch, in dem der Vogel saß. Dort fand er das Gnadenbild des Kohlhagens: eine Pieta - also Maria, die ihren Sohn auf ihrem Schoß trägt, der gerade vom Kreuz abgenommen wurde.

Noch heute befindet sich dieses Gnadenbild in der Wallfahrtskirche. Ein Holunderbusch, dessen sichtbares Wurzelwerk auf ein hohes Alter schließen lässt, steht an der Nordseite der Kirche, direkt an der Kirchenmauer in unmittelbarer Nähe zum Gnadenaltar im Innern der Kirche.